Familienstellen ist Arbeit mit der Seele!

Wir alle sind eingebunden in verschiedene Systeme, die auf uns wirken. In der Familie ist es ein anderes System als im Beruf, bei Freunden, oder am Stammtisch.
In den jeweiligen Systemen ist jeder mit jedem auf eine bestimmte Art verbunden. In der Familie sogar über Generationen hinweg.

Wenn dieses System in Schieflage gerät, das heißt durch irgendwas gestört wird, hat das oft Auswirkungen auf unser Leben.
Wir sind dann mit Schicksalsschlägen, Krankheiten oder schwierigen zwischenmenschlichen Situationen konfrontiert, beziehungsweise können wir oft nicht unser ganzes persönliches Potential erkennen und leben.

Mit der Aufstellungsarbeit können wir diese Schieflagen und Verstrickungen wieder in die richtige Ordnung bringen. Unabhängig davon, in welchem der gesellschaftlichen Systeme der Klient diese Schieflage erlebt.
Die Seele kann dann wieder frei ihren Weg gehen, wenn sie das möchte.

 

Was ist ein Klient, Repräsentant oder Stellvertreter?

Beim Familienstellen wird mit Energien gearbeitet. Diese Energien bewirken in unserer Seele einen unbewussten Lernerfolg.

Als Klient bezeichnen wir die Person, deren Thema oder Problem aufgestellt wird. Die Repräsentanten sind jene Personen, die sich als Stellvertreter zur Verfügung stellen.
Die Seele lernt bei einer Aufstellung viele unterschiedliche Herausforderungen kennen. Ob man nun als Klient ein eigenes Anliegen aufstellt, als Repräsentant in einer Rolle steht, oder nur als Zuseher mit der Seele mitgeht.
Keiner geht so nach Hause wie er gekommen ist.   
Jeder profitiert von einer Aufstellung !

 

Was kann man aufstellen und wie funktioniert das im Detail?

In einer Familienaufstellung stellen wir das innere Bild des Klienten durch Stellvertreter im Raum nach.
Zuerst nennt er sein Anliegen, das ihn hergeführt hat. Das kann ein aktuelles Thema sein, eine Entscheidung mit der er sich schwer tut, ein Konflikt in der Partnerschaft oder mit seinen Kindern.
Oder aber etwas, das ihn schon sein ganzes Leben lang begleitet und ihm deshalb kostbare Lebensenergie raubt.

Dieses Anliegen und ein Ziel werden in einem kurzen Vorgespräch herausgearbeitet.
Bei diesem Gespräch zeigt sich meist sehr klar, was Hier und Heute das richtige Thema ist.
Dieses Thema wird dann aufgestellt...

Dazu sucht der Klient unter den Repräsentanten die nötigen Stellvertreter für seine Familie aus, die er dann im Raum aufstellt.
Dieses erste Bild zeigt schon sehr viel über die Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder zueinander.
Stehen die einzelnen Personen sehr, vielleicht sogar zu eng beieinander?
Schauen alle in verschiedene Richtungen, sind also total abgewandt?
Schauen alle auf einen einzigen Punkt oder auf den Boden?
Wer steht bei wem?

Nun wird ein Phänomen deutlich, dass bei Aufstellungen immer wieder verblüfft und tief beeindruckt: Sobald die Stellvertreter in ihren Rollen stehen, wird jeder Einzelne ein Teil dieses Systems. Die Stellvertreter "übernehmen" die Gefühle der Personen, die sie vertreten. Es wird deutlich, dass es hier Verbindungen gibt, die wir derzeit nur zum Teil erklären können. Es gibt in der Physik den Begriff des "Morphogenetischen Feldes".
Wir Aufsteller sprechen vom "Wissenden Feld" und es ist wohl so, dass wir auf Ebenen, die wir noch nicht genau kennen, alle miteinander verbunden sind.

Durch Umstellen der Repräsentanten, hinzufügen und entfernen von Personen, sowie sprechen von Lösungssätzen wird vom Aufstellungsleiter ein Ergebnis erarbeitet. Auf dem Weg zur Lösung sind meist mehr oder weniger bedeutende Zwischenschritte nötig. Diese Schritte kann man oft in einer Aufstellung verwirklichen.
Manchmal braucht die Seele ein bisschen Zeit um sich an die gewonnene Information aus der Aufstellung zu gewöhnen. Oder es sind noch weitere Aufstellungen notwendig.
Um zu diesem Ergebnis zu kommen gibt es Regeln ....

nähere Informationen zu den Grundregeln von Bert Hellinger


Was soll mit dieser Familienaufstellung erreicht werden?

Angestrebtes Ziel einer Familienaufstellung ist es nun, dass jedes Familienmitglied seinen Platz im System findet. Zugehörigkeiten werden richtig gestellt und ein Ausgleich wird geschaffen.

Das gelingt nicht immer.
Es bewirkt aber, dass die Seele bewegt wird und dadurch sichtbar auf den Weg gebracht werden kann.
Während unserer bisherigen Arbeit gab es immer eine positive Veränderung in die gewünschte Richtung, aber garantiert kann das natürlich nicht werden!
Auf jeden Fall bekommt der Klient eine gute Möglichkeit zur Selbstreflexion und kann schon allein damit viel bewirken.

Oft ist es nötig wie beim Abschälen einer Zwiebel, sich die Dinge nacheinander in der richtigen Reihenfolge anzusehen und aufzulösen.
Dafür ist ein achtsamer und respektvoller Umgang mit den Auftretenden Erkenntnissen nötig!

 

Was kann Familienstellen nicht?

Ein Ersatz für eine medizinische oder psychologische Behandlung sein!
Wer in psychologischer Behandlung ist, sollte vor einer Aufstellung immer seinen behandelnden Arzt fragen wie weit eine Aufstellung helfen kann.
In vielen Fällen wird Familienstellen als Begleitung zur Behandlung oder Therapie eingesetzt.
Manchmal kann es aber auch wichtig sein, die Behandlung zuerst abzuschliessen und danach mit der Aufstellungsarbeit zu beginnen.
Diese Entscheidung sollte man nach Möglichkeit dem Arzt überlassen.

 

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